# 29 Heimbewohnerinnen und -bewohner erobern das Museum
28|12|2011Seit zwei Jahren arbeitet das Südtiroler Archäologiemuseum mit den Bozner Sozialdiensten zusammen und lädt die Bewohnerinnen und Bewohner von Altersheimen mit ihren Freizeitgestaltern zum Besuch des Archäologiemuseums. Sechs Heime waren insgesamt am Projekt beteiligt, das zu Jahresende mit einem Abschlusstreffen endete.
Das erste Treffen fand heuer im März statt: Ein gutes Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner der Bozner Altersheime Villa Harmonie, Villa Europa, Don Bosco, Villa Serena und Grieserhof sowie das Altersheim in der Rauschertorgasse eroberten mit ihren Freizeitgestaltern das Archäologiemuseum. Aufgeschlossen und neugierig waren alle auf die Erläuterungen der Museumsvermittler und Führerinnen. „Ötzi stand immer im Mittelpunkt des Projektes“, erklärt Zita Sandrin, eine der Besucherinnen. „Wir haben über alles Mögliche, was die Mumie aus dem Eis betrifft, gesprochen: seine Auffindung, seine Lebensart und Umwelt, seine Kleidung, seine Ernährung und Jagd.“
Bei jedem Treffen stand ein Ötzi-Thema im Mittelpunkt und wurde besonders behandelt. „Einmal war es beispielsweise das Feuer und die Besucherinnen und Besucher konnten selbst Hand anlegen und mit Steinen Funken schlagen“, erinnert sich Margit Tumler, Projektverantwortliche im Museum. Natürlich durfte daraufhin eine ausgiebige Betrachtung des originalen Feuersteins von Ötzi im Museum nicht fehlen.
„Ich finde dieses Angebot sehr interessant. Man merkt, dass alle mit Leidenschaft und Professionalität dabei waren.“ Der Heimbewohnerin Zita Sandrin hat der Besuch so gut gefallen, dass sie heuer ganze neun Mal dabei war. Auch andere Heimbewohnerinnen und -bewohner haben das abwechslungsreiche Programm öfters genutzt. Insgesamt haben die Treffen 2011 zehn Mal statt gefunden. Zita Sandrin erzählt weiter, dass sie und ihre Kolleginnen und Kollegen jedes Mal gespannt auf das jeweilige Thema waren. Sie selbst habe sich auf das Treffen immer vorbereitet und zu Hause ein Buch über Ötzi gelesen.
„Sehr gut gefallen hat mir immer auch das Zusammensitzen bei Kaffee und Kuchen, das den gemeinsamen Nachmittag immer abgeschlossen hat.“ Die Führerinnen und Führer des Museums haben nach dem musealen Teil auch immer ein geselliges Plaudern und Austauschen vorbereitet, damit das neu erworbene Wissen ein wenig sitzen konnte. „Hoffen wir, dass es auch in Zukunft wieder einmal eine Gelegenheit geben wird, interessante Themen zu entdecken und zu diskutieren“, meint Zita Sandrin und verabschiedet sich nach einem gelungenen Museumsnachmittag.
#27 Geolino zu Gast bei Ötzi
28|09|2011Steinzeit-Bastelspaß & Ausstellungseröffnung
„Stellt euch vor, ihr lebt in der Steinzeit und baut mit den Materialien von damals moderne Gegenstände … was ihr fertigt, ist euch überlassen. Hauptsache, ihr nutzt Materialien, die man – wie die Menschen zu Ötzis Zeit – in der Natur finden kann.“ So lautete der Aufruf der deutschen Kinderzeitschrift Geolino in der Augustausgabe 2011 – und die Redaktion wurde von unzähligen originellen Objekten überschwemmt: vom Ötzi-iPhone über den Steinzeit-Föhn bis zum Steinzeit-Inlineskate.
Am 15.10. 2011 ist Geolino im Südtiroler Archäologiemuseum zu Gast und lädt Familien mit Kindern ebenfalls zum Steinzeit-Bastelspaß ein. Ab 14.30 Uhr zeigt Chefredakteur Martin Verg den Kindern, wie ein Geolino-Heft entsteht und antwortet auf ihre Fragen.
Die 30 besten Einsendungen aus dem Geolino-Wettbewerb sind in der Sonderausstellung Ötzi20 bis 15.12.2011 zu bewundern.
#23 Video – Durch die Ausstellung Ötzi20
07|07|2011#21 Gestalter führen durch die Ausstellung Ötzi20
01|06|2011Die Gruppe Gut, die Gestalter der Ausstellung Ötzi20, führte am 26. Mai 2011 im Rahmen der Veranstaltungsreihe “17.31 – Blickpunkte” Interessierte durch die Ausstellung.

Alfons Demetz und Ulli Prugger, die beiden Gründer und Geschäftsführer der “GRUPPE GUT – Werkstatt für Gestaltung” mit Sitz in Bozen, waren von der ersten Stunde an dabei als Ende 2009, vor eineinhalb Jahren, die Arbeit am Konzept der Ausstellung begann. Da Gruppe Gut auch die Dauerausstellung des Museums aus dem Jahr 1998 entworfen hatte, war das Thema Ötzi alles andere als neu für die beiden. Dieses Hintergrundwissen verschmolz ideal in der Zusammenarbeit mit der ungezwungenen Herangehensweise des Schweizer Kurator Beat Gugger. Auch bot die Entwicklung einer temporären Sonderausstellung, die allein den Mann aus dem Eis und sein Umfeld beleuchten sollte, viele neue gestalterische Möglichkeiten.
An der Seite der beiden Agenturinhaber schlüpfte auch der maßgeblich an der Ausführungsplanung und Gestaltung der Ausstellung beteiligte Gruppe Gut-Designer Werner Stampfer in die Rolle eines Museumsführers. Er berichtete von den verschiedenen Projektphasen und nannte stattliche Eckdaten: 40 beteiligten Firmen arbeiteten an der Realisierung, 1670 E-Mails wurden empfangen und verschickt, 34 GB Designdaten erstellt.
Präsentation ansehen (PDF-4MB): Blickpunkte_GruppeGut
#20 Familienführungen durch Ötzi20
12|05|2011„Geschichte und Geschichten rund um Ötzi“ ist das Thema der Familienführungen. Gemeinsam können Eltern und Kinder an den Wochenenden die Sonderausstellung des Südtiroler Archäologiemuseums besuchen und dabei auf spannende Weise mehr über das Leben des berühmten Mannes aus dem Eis erfahren.
Zeitpunkt:
Samstags 14.00 Uhr und sonntags 11.00 Uhr (in deutscher Sprache)
Samstags und sonntags jeweils um 15.00 Uhr (in italienischer Sprache)
Dauer: ca. 1 Stunde
Gedacht für: Eltern mit Kindern von 6 bis 11 Jahren
Teilnahmegebühr: 2,50 Euro pro Person (zusätzlich zum Eintrittspreis)
Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen (pro Führung)
Anmeldung nicht erforderlich, bitte wenden Sie sich vor Beginn der Führung direkt an den Ticketschalter.
#17 Presse-Echo zu Ötzi20
09|03|2011In den Tagen nach der Eröffnung der Sonderausstellung wurde Ötzi von Journalisten förmlich umschwärmt. Direktorin Angelika Fleckinger und der Kurator der Sonderausstellung Beat Gugger gaben Interviews im Akkord. Vor allem die neue Rekonstruktion des Mannes aus dem Eis war für viele Fotografen und Fernsehteams aus aller Welt ein Anlass nach Bozen zu kommen. Das detailgetreue Werk der Kennis-Brüder schafft es alle Medienvertreter in seinen Bann zu ziehen.
Hier eine kleine Auswahl aus der unüberschaubaren Menge der Presseberichte:
ZDF heute in Europa, vom 3.3.2011
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1274728/20-Jahre-Oetzi-Ausstellung-in-Suedtirol?bc=nrt;nra#/beitrag/video/1274728/20-Jahre-%C3%96tzi:-Ausstellung-in-S%C3%BCdtirol
Euronews vom 3.3.2011
http://www.euronews.net/latest/2011/03/03/face-to-face-with-otzi-the-iceman/
Süddeutsche Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/wissen/oetztaler-eismumie-von-angesicht-zu-angesicht-mit-oetzi-1.1065964
Spiegel online vom 28.02.2011
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,748047,00.html
FAZ.net
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E39B1C07DA8C643A3ACA0AE6BF36BAB99~ATpl~Ecommon~Scontent.html
WELT.de
http://www.welt.de/wissenschaft/article12660298/So-sah-der-Gletschermann-Oetzi-wirklich-aus.html
Onlinemedien international
National Geographic vom 4.3.2011
http://news.nationalgeographic.com/news/2011/03/pictures/110304-otzi-iceman-mummy-reconstruction-face-eyes-science-oetzi/
CBS News vom 1.3.2011
http://www.cbsnews.com/8301-501465_162-20038095-501465.html
Washington PostÂ
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/gallery/2011/03/01/GA2011030103452.html#photo=1
Daily Mail vom 1.3.2011
http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-1361709/In-cold-After-5-300-years-Oetzi-iceman-finally-shows-face.html
International Business Times vom 2.3.2011
http://www.ibtimes.com/articles/118064/20110302/tzi-otzi-iceman-adrei-and-alfons-kennis-south-tyrol-museum-of-archaeology.htm
Nepali Times
http://www.nepalitimes.com/issue/2011/02/22/LifeTimes/17955
#10 Ötzi und die Kunst
30|11|2010Auch das Museion, Südtirols Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen greift 2011 das Thema Ötzi auf:
Vom 1. März 2011 bis zum 15. Januar 2012 wird das Museion in seiner Infolounch und vor der flusswärts gelegenen Fassade Hans Winklers Arbeit „Ötzis Flucht“ erneut zeigen. 2011 kommt es außerdem zu zwei Treffen mit den Künstlern Brigitte Niedermair, Marilène Oliver und Hans Winkler, die sich alle drei schon mit Ötzi beschäftigt haben.
Im Jahr 2008 zeigte Hans Winkler im Rahmen der Reihe „Museion at the EURAC Tower“ ein „Ötzis Flucht“ betiteltes Werk, das in Zusammenarbeit mit dem Mumieninstitut der EURAC und dem Archäologischen Museum realisiert worden war.
Vom 1. März an werden das ganze Jahr über vor der dem Fluss zugewandten Fassade des Museion die Asphaltstücke gezeigt werden, in welchen der Ötzi im Rahmen eines von Hans Winkler inszenierten archäologischen Krimis seine Spuren hinterlassen hat. Es handelt sich um die (fiktiven) Spuren Ötzis, die er bei seiner Flucht Richtung Norden auf dem Asphalt der Landstraße hinterlassen hat, die nach Tiers am Fuß des Rosengartens führt. Ein anderer (fiktiver) archäologischer Fundort befindet sich an der Talfer, wohin die vom Archäologiemuseum ausgehenden Spuren führen. In der Infolounge des Museion wird der Fuß gezeigt, welcher die Spuren hinterlassen hat. Es handelt sich um einen Abguss von Ötzis Fuß, welcher durch die direkte Zusammenarbeit mit dem Ötzi-Pathologen Eduard Egarter-Vigl ermöglicht wurde. Der Vorgang ist durch zwei Fotos dokumentiert.
Am 1. März, dem Tag der Eröffnung der Sonderausstellung Ötzi20, kommt es um 19.30 im Atelierhaus des Museions zu einem öffentlichen Gespräch mit den Künstlerinnen Brigitte Niedermair (I) und Marilène Oliver (GB). Brigitte Niedermair hat die in verschiedenen italienischen und internationalen Museen gezeigten Rekonstruktionen des Ötzi fotografisch festgehalten. Im Rahmen der Ausstellung Ötzi20 zeigt Marilène Oliver das Werk Icemann Frozen Scanned and Plotted. Die Werke werden schließlich im Archäologiemuseum permanent zur Aufstellung kommen.
Am 8. Oktober 2011 wird im Zusammenhang mit der Giornata del Contemporaneo ein archäologischer Spaziergang mit Hans Winkler durch die fiktiven archäologischen Fundstätten stattfinden (um 15 Uhr).
#9 Erste Pressekonferenz für Ötzi20
10|11|2010Am 5.11.2010 wurde die Sonderausstellung erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Kurator Beat Gugger, die Gestalter Gruppe Gut, die Südtiroler Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, Jürgen Beckedorf vom Theissverlag, das Museumsteam rund um Direktorin Angelika Fleckiger und natürlich viele TV- und Print-Journalisten aus nah und fern waren dabei.
Kurator Beat Gugger gab detailliert Einblick in den Aufbau der Ausstellung, es gab neue Skizzen vom Aufbau zu sehen und eine Vorschau auf den Ausstellungskatalog, der von Theiss-Verlag in Kooperation mit Folioverlag produziert wird.
#8 Ötzis in der Welt
07|09|2010Die bekannte Südtiroler Fotokünstlerin Brigitte Niedermair hat die wichtigsten Ötzi-Rekonstruktionen in verschiedenen Museen weltweit fotografiert. Die großformatigen Bilder werden in der Ausstellung Ötzi20 zu sehen sein.
Die Fotografin besuchte die Ötzi-Rekonstruktionen im:
• Neanderthalmuseum, Mettmann (DEU)
• Norsk BreMuseum (The Norwegian Glacier Museum), Fjærland (NOR)
• Schloss Halbthurn, Halbthurn (AUT) – Rekonstruktion des Naturhistorischen Museums Wien auf Wanderschaft
• Musée des Merveilles, Tende (FRA)
• Südtiroler Archäologiemuseum, Bozen (ITA)
Interview mit Brigitte Niedermair über ihre Arbeit mit Ötzis „Doppelgängern“ aus aller Welt:
Steckbrief:Â Brigitte Niedermair
Geboren: 1971 in Meran
Beruf(ung): Fotokünstlerin
Lebensmittelpunkt: Das Leben
Prägende Projekte:
Holy Cow – Galleria Galica, Milano 2005
Let’s get married – EURAC Tower 2009/2010
Madame Hirsch – Museion Bozen 2009/2010
Fotografie ist für mich…eine Konstante, mein Leben.
Warum ich Menschen fotografiere (und keine Landschaften)….weil ich die Auseinandersetzung mit dem Anderen suche.
Wenn ich nicht fotografiere….male ich.

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